Hallooooooo liebe Leser,
fühlt euch gegrüßt aus dem fernen Jodhpur! Mit über 2,5 Std Verspätung und fast 8Std Busfahrt, kamen Simone und ich gestern in Jodhpur an. Und unsere Busfahrt war mal wieder rattenscharf! Wir saßen auf der letzten Bank im Bus, dessen Sitzteil während der Fahrt immer weiter nach vorne rutschte. Durchgesessen ist noch kein Ausdruck für den Zustand, aber nun gut... ist halt Indien. Wir stießen ein paar mal mit dem Kopf fast an die Decke, da der Busfahrer mit Vollgas über die Buckelpisten bretterte. Es ist mir fraglich, wie die Achsen und auch der Rest der Karosse vom Bus dem standhalten konnten, aber es verlief mal wieder alles reibungslos. Der Bus staubte aus allen Ecken, so stark, dass meine Augen schon weh taten. Geschockt waren wir allerdings etwas von dem Zustand unserer Rucksäcke, die leicht verändert aussahen..
Aber auch das nahmen wir mit Humor und freuten uns mit unseren Hinterteilen zusammen, endlich angekommen zu sein. Per Rikscha gings dann quer durch die 500.000 Einwohner Stadt und durch ihr wildes Markttreiben. Indien pur! Und wir wie immer mitten drin statt nur dabei ;).
Nachdem wir dann unsere zweite Dusche für den Tag genommen hatten, entschieden wir uns den Tag auf der Dachterrasse unseres Gasthauses bei einem typisch indischen Abendessen ausklingen zu lassen.
Später habe ich dann noch mit meiner Mom geskypt, als ich wie aus dem Nichts von Magenkrämpfen heimgesucht wurde, so stark, wie zuletzt während meines Krankenhausaufenthalts im Sommer 2011. Mich hats fast zerissen. Ich konnte weder stehen, liegen, oder sitzen. Allein das Luftholen war fast unmöglich. Und da wurde mir mal wieder bewusst, das die Krankheit mich im Griff hat und nicht umgekehrt. Ich habe aber die Ruhe bewahrt und 2 Std später war ich dann auch zu 95% wieder auf der Höhe. Zum Glück!
Heute Morgen in der Früh stand dann mal wieder Kultur auf dem Programm . Die Besichtigung des Forts (zu deutsch Festung) und hohoho der Aufstieg hatte sich mal wieder gelohnt. Aber sehr doch einfach selbst:
Nach unserer Sightseeing Tour waren schon wieder 4Std vergangen und so langsam knurrten unsere Mägen. Wir tigerten wieder zurück in unser Gasthaus, aßen was, ruhten ein bisschen und stürzten uns dann ins Marktgeschehen. Wir verhandelten mit den Händlern, zogen durch die engen Gassen, vorbei an Menschenmassen, Motorräderrn, Mofas Rikschas und Kühen. Mal wieder ein echtes Erlebnis!
Morgen spät Abends geht unser Übernachtzug in die Wüste nach Jaisalmer. Simones und mein vorerst letzter gemeinsamer Stop. Da unsere Routen aber fast identisch sind, bin ich mir fast nahezu sicher, dass wir uns bald schon wieder sehen werden.